Schwangerschafts-Blog

Erste Bewegungen des Babys lösen Glücksgefühle aus

von Hebamme Magdalena

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Sehen werdende Mütter ihr Baby das erste Mal auf dem Ultraschallbild, sind sie überglücklich. Spüren sie dann einige Zeit später auch noch die ersten zaghaften Bewegungen des Ungeborenen in ihrem Bauch, fühlen sie sich ihm noch näher als vorher. Doch es dauert noch einige Wochen, bis sein Strampeln deutlich wahrnehmbar ist.

 

Was zeigt das Ultraschallbild?

Lassen Sie in der achten Schwangerschaftswoche bei Ihrem Frauenarzt ein Ultraschallbild Ihres Bauches machen, können Sie darauf schon die ersten zarten Bewegungen Ihres Babys sehen: Es dreht seinen Hals ein bisschen und zirka 14 Tage später dann auch noch seine Arme und den Rumpf. Ab der zehnten Woche kann Ihr Kleines schon seinen Mund leicht öffnen und Schluckbewegungen machen. Um die 16. Schwangerschaftswoche herum ist sein Hand-Greif-Reflex deutlich erkennbar. Diese ersten Regungen sind noch einfache Reflexe. Später kommen dann noch komplexe Bewegungen hinzu. Diese sind aber erst dann möglich, wenn das Ungeborene gelernt hat, seine Muskeln einzusetzen: Sie sehen es dann mit den Beinen strampeln und die Händchen und den Kopf hin- und herbewegen. In diesem Stadium seiner Entwicklung sind die Nervenbahnen und die Skelettmuskulatur Ihres Babys bereits miteinander verbunden. Es ist dann imstande, sich zu drehen und zu strecken.


Wann Sie das Baby zum ersten Mal spüren

Um die 19. SSW herum ist Ihr Kleines schon so kräftig, dass Sie es in Ihrem Bauch spüren können. Manche werdende Mütter nehmen ihr Ungeborenes aber schon vor dieser Zeit deutlich wahr. Der Grund dafür ist, dass sich ihre Plazenta an einer anderen Stelle befindet: Liegt sie an der hinteren Wand des Uterus, werden die kindlichen Arm- und Beinbewegungen früher bemerkt. Befindet sich die Plazenta aber an der vorderen Gebärmutterwand, dämpft diese die körperlichen Regungen des Kindes. Dann sind seine immer häufiger werdenden Tritte erst später zu spüren. Kommt noch Boxen hinzu und geschieht das alles nachts, kann die zukünftige Mama natürlich nicht schlafen. Denn üblicherweise werden ungeborene Babys erst dann richtig munter, wenn sich die Schwangeren ausruhen.

Werdende Mütter spüren ihre Kinder auf unterschiedliche Weise: Bei manchen von ihnen macht sich das Ungeborene häufig bemerkbar. Andere berichten über nur gelegentliches Strampeln. An manchen Tagen sind die Babys ruhiger als an anderen. Mitunter ist die zukünftige Mama auch mehr mit anderen Dingen beschäftigt, sodass sie die körperlichen Aktivitäten ihres Kindes nicht bemerkt. Stellen Sie fest, dass sich Ihr Baby schon länger nicht mehr bewegt hat, suchen Sie am besten möglichst bald Ihren Frauenarzt auf. Er schaut sich dann auf dem Ultraschallbild an, ob es Ihrem Kind gut geht. Denn bewegen sich ansonsten lebhafte Ungeborene eine Zeit lang nicht mehr, kann auch eine mangelhafte Versorgung des Kindes mit Sauerstoff und Nährstoffen schuld sein. Oder Sie legen sich auf die Seite und drehen sich danach auf die andere. Normalerweise reagieren Babys darauf, indem sie sich ebenfalls bewegen. Gibt Ihr Kleines dann eindeutige Lebenszeichen von sich, hat es sich zwischenzeitlich nur eine längere Verschnaufpause gegönnt. Im letzten Schwangerschaftstrimester ist Ihr Kind schon recht groß. Daher hat es kaum noch Platz, sich ausgiebig in Ihrem Bauch zu bewegen. Stattdessen werden seine Tritte und Boxbewegungen stärker. Mit diesen bringt es sich in die richtige Geburtsposition.

 

Was Babys wahrnehmen können

Wer glaubt, dass ungeborene Kinder im Mutterleib nichts spüren, irrt gewaltig. Das Baby kennt den Lebensrhythmus seiner Mutter, hat aber seinen eigenen: Geht sie zu Bett, wird es meist erst richtig munter. Ist sie Stress ausgesetzt, reagiert es darauf mit noch heftigeren Bewegungen. Zu diesem Ergebnis kommt ein an der zweiten Wiener Universitätsklinik durchgeführtes Projekt. Schuld an der hektischen Aktivität des Fötus ist offenbar die vermehrte Freisetzung des Stresshormons Adrenalin. Ändert sich die körperliche Verfassung der werdenden Mutter, kann das Baby dies über den abweichenden Geschmack des Fruchtwassers wahrnehmen. Ab dem fünften Monat können Sie Ihr Kind direkt beeinflussen: Es spürt veränderte Temperaturen, Druck, vibrierende Bewegungen und sogar eine auf Ihrem Bauch liegende Hand. Ist Ihr Baby sehr unruhig, können Sie seine heftigen Trittbewegungen mit sanftem Zureden und entspannender Musik unterbinden. Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Baby während der Schwangerschaft besonders lebhaft ist, sollten Sie daraus aber nicht schließen, dass Sie später ein ebenso aktives Kind bekommen. Denn das muss nicht unbedingt so sein, auch wenn sich manche werdende Mütter sicher einen kleinen Boxer wünschen.

 

 

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Themen: Schwangerschaft, SSW 1-16

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