Schwangerschafts-Blog

Warum Rückbildungsgymnastik unverzichtbar ist

von Hebamme Magdalena

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Rückbildungsgymnastik gehört zur üblichen Geburtsnachsorge. Sie ist für die Gesundheit von Frauen, die einige Zeit zuvor entbunden haben, sehr wichtig. Warum das so ist und welche Übungen Sie zum Einstieg machen können, erfahren Sie hier.

 

Warum Rückbildungsgymnastik so wichtig ist

In der Schwangerschaft wird das Bindegewebe durch die hormonelle Umstellung lockerer. Dadurch kann Ihr Baby später den Geburtskanal im Beckenboden ohne Probleme passieren. Nach der Entbindung stellt sich Ihr Hormonhaushalt wieder um. Das gilt jedoch nicht für Ihren Beckenboden: Seine Muskeln bleiben so schlaff, wenn sie nicht mit speziellen Übungen gekräftigt werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Schließmuskeln von After, Scheide und Harnröhre ebenfalls Bestandteil der Beckenbodenmuskulatur sind. Und werden diese nicht wieder straffer, haben Sie ein erhöhtes Risiko, später eine Harn- oder Stuhlinkontinenz zu bekommen. Nur ein gezieltes Training der Beckenbodenmuskulatur innerhalb der ersten Monate nach der Entbindung kann eine dauerhafte Funktionstüchtigkeit der Schließmuskeln gewährleisten.


Wofür Rückbildungsgymnastik hilfreich ist

Machen Sie einmal täglich Übungen zur Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur,

  • trainieren Sie die durch Schwangerschaft und Geburt beeinträchtigten Muskeln des Beckenbodens
  • fördern Sie die Rückbildung der Gebärmutter: Sie zieht sich in den Wochen nach der Entbindung zur normalen Größe zusammen
  • lindern Sie Schultern- und Rückenschmerzen
  • kräftigen Sie Ihre durch das Stillen und Heben strapazierte Rückenmuskulatur
  • steigern Sie Ihre sexuelle Empfindungsfähigkeit
Übungen zur Stärkung des Beckenbodens werden in manchen Geburtskliniken, in Hebammenpraxen und in speziellen Kursen erlernt. Entscheiden Sie sich für ein bestimmtes Kursangebot, erstattet Ihnen Ihre Krankenkasse die Gebühren für den Basiskurs. Weitere Auskünfte über derartige Angebote gibt Ihnen Ihre Hebamme. Fragen Sie sie am besten schon während Ihrer Geburtsvorbereitung danach.


Beginn der Rückbildungsgymnastik

Er richtet sich danach, in welcher körperlichen Verfassung Sie nach der Entbindung sind: Sportlich aktive Frauen, die ohne Komplikationen entbinden, können die ersten Übungen schon einige Wochen nach der Geburt machen. Haben Sie jedoch als Schwangere gesundheitliche Probleme oder musste Ihr Baby per Kaiserschnitt geholt werden, dürfen Sie den Kurs erst später anfangen. Die meisten Frauen starten innerhalb der ersten vier Monate nach der Entbindung und beenden den Kurs neun Monate nach der Geburt. Ist Ihre Beckenbodenmuskulatur dann immer noch nicht kräftig genug, haben Sie die Möglichkeit, weitere Kurse zu belegen.


Typische Übungen

Am Anfang reicht es völlig aus, täglich zehn Minuten für die Rückbildungsgymnastik einzuplanen. Sie machen Ihre Übungen zu Hause an einem ruhigen Ort und später auch unterwegs, wenn Sie beispielsweise vor der Supermarktkasse oder in der Arztpraxis warten müssen.


Erste Übung

Sie legen sich auf den Rücken, stellen Ihre Beine auf und spannen den Beckenboden möglichst fest und möglichst oft an. Dann lassen Sie ihn wieder los. Stellen Sie sich dabei vor, dass Sie auf der Toilette sitzen und den Harnstrahl unterbrechen. Bereitet Ihnen die erste Übung Schwierigkeiten, führen Sie am Anfang die Übung auf der Toilette aus.


Zweite Übung

Legen Sie sich gerade auf den Bauch und winkeln Sie ein Bein seitlich an. Spannen Sie dann Ihre Beckenbodenmuskulatur kurz an und lassen Sie sie wieder los. Achten Sie aber bitte darauf, dass Sie keine anderen Muskeln trainieren. Übrigens: Sind Sie sich nicht sicher, welches Ihre Beckenbodenmuskeln sind, stecken Sie sich einen Finger in die Vagina und spannen diese dann an. Die Muskeln, die Ihren Finger dann umfassen, gehören zum Beckenboden.

 

Zum Kurs "Rückbildungsgymnastik - Dienstagskurs"

Zum Kurs "Rückbildungsgymnastik - Donnerstagskurs"

 

 

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Themen: Schwangerschaft, Sport, Nach der Entbindung

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