Schwangerschafts-Blog

Was Sie gegen Schwangerschaftsübelkeit tun können

von Hebamme Magdalena

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Manche Frauen, die ein Baby erwarten, leiden in den ersten Monaten ihrer Schwangerschaft unter Übelkeit am Morgen. Das unangenehme flaue Gefühl im Magen steigert sich oft bis zum Erbrechen. Wie Sie Ihre Schwangerschaftsübelkeit loswerden können, erfahren Sie hier.

 

Ursachen der morgendlichen Übelkeit

Schuld an den störenden Beschwerden, von denen etwa ein Drittel aller Schwangeren betroffen sind, ist die hormonelle Umstellung zu Beginn der Schwangerschaft. Seelische Belastungen können sich ebenfalls negativ auf den Zustand der werdenden Mutter auswirken. Frauen, die erfahren, dass sich ihr Leben in wenigen Monaten gravierend verändern wird, sind mitunter innerlich hin- und hergerissen: Sie freuen sich darüber, bald ein eigenes Kind zu haben. Andererseits haben sie Angst, der großen Verantwortung nicht gewachsen zu sein. Sie fürchten sich vor den Veränderungen, die das neue Leben mit dem Baby mit sich bringt. Glücklicherweise sind Übelkeit und Erbrechen nach drei, spätestens dreieinhalb Monaten wieder vorbei. Mit den folgenden Tipps, die erfahrene Hebammen zusammengetragen haben, können Sie Ihrem morgendlichen Unwohlsein den Garaus machen.


Langsamer Start in den Tag

Beginnen Sie Ihren Tag geruhsam. Erwarten Sie nicht, nach dem Aufwachen sofort munter zu sein. Das schaffen die wenigsten Menschen. Und als Schwangere sollten Sie sich ohnehin mehr Zeit lassen. Bleiben Sie noch einige Minuten im Bett. Essen Sie dann einige der am Abend zuvor bereitgestellten Kekse und trinken Sie etwas warmen Tee aus der Thermoskanne dazu. Mit diesem kleinen Snack erhöhen Sie Ihren Blutzuckerspiegel ein wenig, ohne Ihren Magen zu belasten.


Schonen Sie Ihren Magen

Nehmen Sie nichts zu sich, was die Magensaftbildung übermäßig steigert. Dazu gehören fettreiche und stark gewürzte Mahlzeiten und viel Kaffee. Trinken Sie täglich nur zwei Tassen Kaffee, macht das Ihrem Magen jedoch nichts aus. Verzichten Sie aber unbedingt auf Zigaretten und alkoholische Getränke, da Sie damit die Gesundheit Ihres Babys gefährden. Nehmen Sie mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich. Diese verkraftet Ihr Magen besser. Außerdem verhindern Sie so, dass Ihr Blutzuckerspiegel zu stark ansteigt und rapide absinkt. Essen Sie zwischendurch einige getrocknete Aprikosen. Sie enthalten Kalium und stabilisieren Ihren Mineralstoffhaushalt. Mit mindestens zwei Litern Saftschorle, stillem natriumarmem Mineralwasser, Früchte- und Kräutertee beugen Sie gefährlichem Flüssigkeitsmangel vor. Ihren rebellierenden Magen können Sie mit Ingwertee oder Ingwertabletten aus der Apotheke besänftigen.


Was noch gegen Übelkeit am Morgen hilft

Da Sie als Schwangere sensibler auf Gerüche reagieren, gehen Sie am besten kaltem Zigarettenrauch, Essensdunst und intensivem Parfüm aus dem Weg. Lüften Sie Ihr Zuhause und Ihr Büro häufig. Verspüren Sie Brechreiz, riechen Sie an Ihrem Duftfläschchen oder machen Sie Ihre Duftlampe an. Mandarine, Minze und Zitrone wirken sich besonders positiv auf Ihr Befinden aus. Haben Sie keines dieser ätherischen Öle zu Hause, schneiden Sie einfach eine Zitrone auf und atmen Sie ihren frischen Duft ein. Stärken Sie Ihren Kreislauf mit kurzen täglichen Wechselduschen. Und achten Sie bitte darauf, sich nicht zu viel zuzumuten: Stress kann ebenfalls Übelkeit auslösen. Nehmen Sie sich stattdessen öfter Zeit für Ihr Lieblingsbuch und Ihre Lieblingsmusik. Bewegen Sie sich täglich ausreichend: Frauen, die vor und am Anfang Ihrer Schwangerschaft sportlich aktiv sind, leiden weniger an Schwangerschaftsübelkeit. Offenbar erleichtert der durch den Sport angeregte Stoffwechsel die hormonelle Umstellung. Geeignete Sportarten für Schwangere sind Wassergymnastik, Walking und Schwimmen. Außerdem haben sich homöopathische Medikamente wie Nux vomica (Brechnuss) und Akupunktur bei morgendlichem Unwohlsein bewährt. Möchten Sie Ihre Schwangerschaftsbeschwerden rasch loswerden, sollten Sie sich nadeln lassen.


Verschlimmern seelische Belastungen Ihren Zustand, sprechen Sie am besten mit Ihrer Hebamme oder einer Freundin, die selbst kleine Kinder hat, darüber. Derartige Gespräche können Ihnen helfen, sich besser auf Ihr zukünftiges Leben als Mama einzustellen.

 

 

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