Schwangerschafts-Blog

Sieben Tipps, wie Sie Ihre Schwangerschaft besser bewältigen

von Hebamme Magdalena

SurvivalTippsfuerSchwangere-1

 

Viele werdende Mütter klagen über diverse Schwangerschaftsbeschwerden. Einige dieser lästigen Symptome zeigen sich schon in der Frühschwangerschaft und sind nach dem ersten Trimester wieder verschwunden. Andere machen sich erst mit dem größeren Babybauch bemerkbar. Obwohl die Beschwerden normalerweise harmlos sind, können sie den betroffenen Frauen schwer zu schaffen machen.

 

1. Verdauungsprobleme

Blähungen und Verstopfung treten schon zu Beginn der Schwangerschaft auf. Die Darmträgheit ist Folge des veränderten hormonellen Gleichgewichts. Die Zufuhr von Magnesium und eine Frühstückszubereitung aus Joghurt, Quark, Früchten und ein wenig Leinöl helfen gegen schwangerschaftsbedingte Verstopfung. Bevorzugen Sie Leinsamen, achten Sie bitte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Die Samen benötigen das Vielfache ihres Eigengewichts an Wasser zum Quellen. Haben Sie Schwierigkeiten, so viel Wasser auf einmal zu sich zu nehmen, ist das Leinölfrühstück die geeignetere Alternative. Für zwei Portionen benötigen Sie:

  • 150 g Magerquark
  • 150 g Joghurt
  • 1 bis 2 zerdrückte Bananen
  • 1 TL gehackte Nüsse
  • 1 TL Leinöl,

die Sie gut verrühren.


2. Müdigkeit

Vor allem während der sechsten bis elften Woche sind viele Schwangere extrem müde. Das liegt daran, dass das Baby in dieser Phase seines Wachstums besonders viel Energie benötigt. Die Müdigkeit wird oft auch auf das Schwangerschaftshormon Progesteron zurückgeführt. Der unangenehmen Erschöpfung begegnen Sie am besten mit Ausruhen.


3. Sodbrennen

Das Brennen im Brustkorb entsteht durch kleine Mengen zum Mund aufsteigender Magensäure. Der Reflux wird durch einen nicht richtig verschlossenen Speiseröhrenschließmuskel verursacht und zeigt sich in einem späteren Stadium der Schwangerschaft. Außerdem benötigt Ihr Baby nun mehr Platz und drückt von unten gegen Ihren Magen. Um Sodbrennen zu vermeiden, essen Sie am besten nur kleinere Mahlzeiten. Machen Sie nach dem Essen einen kleinen Spaziergang, damit Ihr Magen weniger voll ist, wenn Sie sich danach hinsetzen.


4. Übelkeit

Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen am Morgen sind klassische Beschwerden des ersten Schwangerschaftstrimesters. Manchen Frauen ist einfach nur übel, andere übergeben sich täglich. Wie stark die Beschwerden sind, variiert von Frau zu Frau. Meist handelt es sich aber nur um eine leichtere Form von Übelkeit. Frauenärzte raten ihren schwangeren Patientinnen, viele kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen und zwischendurch auch mal ein Zwieback oder Knäckebrot zu essen. Auf diese Weise ist der Magen immer beschäftigt, muss aber keine Unmengen an Nahrung verdauen. Bei anderen Schwangeren hilft Ingwertee. Auch Akupunktur und Akupressur sind bewährte Behandlungsmethoden, wenn es um die Linderung des Unwohlseins geht.


5. Heißhunger

Haben Sie Ihre Schwangerschaftsübelkeit überwunden, kann es passieren, dass Sie von Heißhungerattacken geplagt werden. Das nach dem vierten Monat auftretende starke Hungergefühl wird ebenfalls vom Schwangerschaftshormon HCG ausgelöst. Vor allem schlankere Frauen klagen über die ungewohnten Hungergefühle. Auch wenn es für Sie und Ihr Baby wichtig ist, genügend Nährstoffe zuzuführen, achten Sie bitte darauf, nicht übermäßig zuzunehmen. Halten Sie bitte regelmäßige Mahlzeiten ein und essen Sie zwischendurch etwas Obst oder einen Müsliriegel. Diese kleinen Snacks liefern Ihnen und Ihrem Baby zusätzliche Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine, aber keine unnötigen Kalorien.


6. Schwellungen in den Beinen

Im letzten Trimester stellen viele Schwangere bei sich geschwollene Beine und mitunter auch dickere Arme und Hände fest, was aber normal ist. Diese Wassereinlagerungen können Ihr Körpergewicht um etwa drei Kilogramm erhöhen. Nehmen Sie in diesem Zustand bitte keine Entwässerungsmittel ein. Auch Reistage sind zum Abschwellen der Ödeme zu gefährlich, da sie Ihren Körper austrocknen können. Bewegen Sie sich stattdessen ausreichend, trinken Sie viel und lagern Sie Ihre Füße so oft wie möglich hoch. Zusätzliche Entlastung für die Beine bieten Stützstrümpfe der Klasse 2. Schwellungen in den Händen können Sie durch häufiges Kneten eines Tennisballs reduzieren.


7. Rückenschmerzen

In den letzten vier Schwangerschaftswochen kommt es bei vielen Frauen zu starken Schmerzen im unteren Rückenbereich. Waren die Beschwerden schon vorher vorhanden, werden sie nun intensiver. Da Ihr Baby mittlerweile recht schwer ist, müssen Ihre Gelenke noch mehr aushalten. Ihre bereits gedehnten Muskeln und Bindegewebe geben ihm kurz vor der Entbindung noch weniger Halt und drücken auf Nerven. Um Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule vorzubeugen, sollten Sie schon recht früh Wassergymnastik und Schwangerschaftsyoga machen. Darüber hinaus können Sie mit einer bestimmten Körperhaltung und dem Heben von Lasten aus der Hocke Ihren beanspruchten Rücken schonen.

 

 

Schwangerschafts-Newsletter

Mit unserem Newsletter möchten wir Sie durch die Schwangerschaft begleiten und Ihnen Tipps und Informationen rund um Ihre Schwangerschaft liefern.

Zum Schwangerschafts-Newsletter anmelden

Themen: Schwangerschaft, Ernährung, Schwangerschaftsbeschwerden, SSW 1-16

Hebamme Magdalena

Geschrieben von
Hebamme Magdalena

Neueste Beiträge

Weitere Tipps zu Ihrer Schwangerschaft

Weitere Informationen

Zum Kursangebot
Kennenlern-Termin vereinbaren