Schwangerschafts-Blog

Was Sie gegen Schwangerschaftsbeschwerden tun können

von Hebamme Magdalena

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Sind Sie schwanger, können Sie es kaum erwarten, Ihr Kleines das erste Mal in Ihre Arme zu nehmen. Doch leider sind die Monate bis zur Geburt oft mit lästigen Schwangerschaftsbeschwerden verbunden.

 

Übelkeit

Übelkeit gehört zu den am weitesten verbreiteten Schwangerschaftsproblemen. Schuld daran ist vermutlich eine zu hohe Konzentration des Schwangerschaftshormons HCG im Blut. Der aus dem Gleichgewicht geratene Hormonhaushalt beeinflusst auch Ihren Geschmacks- und Geruchssinn: Speisen, die Sie vor Ihrer Schwangerschaft gerne verzehrt haben, lösen nunmehr Übelkeit und Brechreiz aus. Um diese Beschwerden zu lindern, sollten Sie nur kleine Portionen Essen über den Tag verteilt zu sich nehmen. Dadurch entlasten Sie Ihren Magen. Tägliche kurze Wechselduschen am Morgen tragen dazu bei, den Kreislauf zu stabilisieren.


Sodbrennen

Als Sodbrennen bezeichnet der Mediziner das stechende brennende Gefühl hinter dem Brustbein, das oft Folge von aufsteigender Magensäure ist. Bei Schwangeren kommt es dadurch zustande, dass der Schließmuskel des Magens hormonbedingt nicht richtig funktioniert. Darüber hinaus schiebt die größer werdende Gebärmutter den Magen nach oben. Leiden Sie an Sodbrennen, achten Sie bitte auf eine fettarme und nur wenig gewürzte Kost. Nehmen Sie täglich mehrere kleinere Mahlzeiten zu sich, um Ihren Magen nicht zu überlasten und die Bildung von Magensaft zu verringern. Essen Sie spätestens drei Stunden vor dem Zubettgehen zu Abend und lagern Sie Ihren Oberkörper mit einem weiteren Kissen höher.


Rückenschmerzen

Rückenschmerzen treten bei Schwangeren sehr häufig auf. Vor allem in den Wochen vor der Geburt wird der untere Rücken besonders belastet. Daher sollten Sie grundsätzlich auf der Seite schlafen. Haben Sie eine sitzende Tätigkeit, ist ein ergonomischer Stuhl hilfreich. Außerdem können Rückenschwimmen und Schwangerschaftsgymnastik dazu beitragen, Muskelverhärtungen zu lockern. Bewährte Lösungen sind außerdem Schwangerschaftsyoga und Akupunktur.


Schlaflosigkeit

Wälzen Sie sich nachts schlaflos von einer Seite auf die andere, kann das an Ihrem wachsenden Babybauch liegen oder daran, dass sich Ihr Kleines gerade in Ihrem Bauch bewegt. Für schnelleres Einschlafen und eine entspannte Nachtruhe sorgen ein zwischen die Knie gelegtes Kissen und bestimmte Entspannungsübungen, die Sie aus Ihrem Geburtsvorbereitungskurs kennen. Warme Milch und ein abendlicher Spaziergang machen müde. Ein warmes Fußbad vor dem Schlafengehen wirkt ebenfalls schlaffördernd.


Kurzatmigkeit

Kurzatmigkeit und Herzrasen sind Folge der hormonellen Umstellung und der erhöhten Blutmenge. Leiden Sie während Ihrer Schwangerschaft unter Kurzatmigkeit, sollten Sie schweres Tragen vermeiden und beim Laufen von Zeit zu Zeit eine Verschnaufpause einlegen.


Beinschwellungen

Wasseransammlungen in den Beinen (Ödeme) sind ebenfalls typische Schwangerschaftsprobleme. Die angeschwollenen Beine und Füße sind zwar unangenehm, aber harmlos, wenn Nierenfunktion und Blutdruck normale Werte haben und Sie nicht stark übergewichtig sind. Um die Schwellungen abklingen zu lassen, sollten Sie

  • Ihre Beine öfter hoch lagern
  • nur weites flaches Schuhwerk tragen
  • Fußbäder mit kaltem Wasser machen

 

Krampfadern

Schwangere leiden oft an Krampfadern, weil sich ihre Beinvenen hormonbedingt erweitern und das Blut so nicht mehr im erforderlichen Umfang zum Herzen zurückströmt. Um Ihre venösen Beschwerden zu lindern, sollten Sie möglichst wenig stehen. Lagern Sie außerdem Ihre Füße im Bett höher als den Oberkörper, damit das Blut besser aus den Beinen abfließen kann.


Wadenkrämpfe

Wadenkrämpfe sind meist Folge einer Unterversorgung mit Magnesium. Schnelle Entspannung bringen Hin- und Hergehen und Dehnen der Beine. Grünes Gemüse, Vollkornbrot und Mineralwässer mit einem Magnesiumgehalt von mindestens 100 mg/l gleichen Ihren Magnesiummangel wieder aus.


Verstopfung

Verstopfung kommt bei Schwangeren recht häufig vor, weil die Gebärmutter den Darmausgang belastet und die hormonelle Umstellung die Darmbewegungen verlangsamt. Um Ihre Darmträgheit zu beseitigen, nehmen Sie bitte nur ballaststoffreiche Lebensmittel zu sich. Dazu gehören Gemüse, Müsli und Vollkornerzeugnisse. Trinken Sie viel und bewegen Sie sich regelmäßig. Für guten Stuhlgang sorgen auch in Joghurt eingerührte Weizenkeime.


Häufiger Harndrang

Der übermäßige Harndrang zeigt sich schon in den ersten Schwangerschaftswochen. Die häufigen Toilettengänge sind Folge des erhöhten Progesteronspiegels. Das Hormon entspannt die Blasenmuskulatur und regt die Nieren zur übermäßigen Bildung von Urin an. Daher achten Sie bitte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Für eine ungestörte Nachtruhe nehmen Sie die letzte größere Trinkmenge am späten Nachmittag zu sich. Mit Beckenbodenübungen aus dem Geburtsvorbereitungskurs können Sie gezielt Blasenschwäche vorbeugen.


Wann Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen sollten

Außer den genannten typischen Schwangerschaftsbeschwerden, die kein Grund zur Sorge sind, können natürlich auch noch individuelle Gesundheitsstörungen auftreten. Suchen Sie bitte Ihren Arzt auf, wenn Sie

  • dauerhafte und mit Übelkeit kombinierte Kopfschmerzen
  • starke Vaginalblutungen
  • Brechattacken
  • Unterleibskrämpfe
  • Herzrhythmusstörungen
  • juckenden Ausfluss
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Sehprobleme
  • extreme Rückenschmerzen
  • starke Unruhe

haben.

 

 

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Themen: Schwangerschaft, Schwangerschaftsbeschwerden, SSW 1-16

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